{"id":1061,"date":"2013-06-22T17:14:17","date_gmt":"2013-06-22T16:14:17","guid":{"rendered":"http:\/\/svhuesten09.de\/web\/?p=1061"},"modified":"2014-02-12T20:11:06","modified_gmt":"2014-02-12T19:11:06","slug":"der-erfolg-geht-weiter-doch-finanziell-sieht-es-nicht-rosig-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/svhuesten09.de\/web\/2013\/06\/22\/der-erfolg-geht-weiter-doch-finanziell-sieht-es-nicht-rosig-aus\/","title":{"rendered":"Der Erfolg geht weiter, doch finanziell sieht es nicht rosig aus"},"content":{"rendered":"<p>Auch das erste Spiel nach der Weihnachtspause konnte der SuS H\u00fcsten 09 in der Saison 1982|83 erfolgreich angehen, doch Vereinsvorsitzender Dr. Gerd Menke hatte trotzdem Sorgen. Dabei ging es nicht um die sportliche Situation der ersten Seniorenmannschaft, sondern viel mehr um die wirtschaftliche Situation des Clubs, der vor Saisonbeginn mit einem Zuschauerschnitt von 1.200 gerechnet hat und nach der Hinrunde nur durchschnittlich 966 Besucher begr\u00fc\u00dfen durfte.<\/p>\n<p><strong>Fallr\u00fcckzieher ins Netz: An diesem Tor wird sich Dirk Schr\u00f6ter noch einige Zeit erfreuen<\/strong><br \/>\n<em>Mit dem 1:0-Sieg gegen SC\u00a0Herford hatten H\u00fcsten 09 einen Superstart in die Oberliga-R\u00fcckrunde &#8211; &#8222;Laza&#8220; rettete<\/em><\/p>\n<p><strong>SuS H\u00fcsten 09 &#8211; SC Herford 1:0 (1:0).<\/strong> Der Oberligist H\u00fcsten 09 fing im neuen Jahr im Heimspiel gegen den ehemaligen Zweitligisten SC Herford dort an, wo man im alten Jahr gegen den Renomierclub Preu\u00dfen M\u00fcnster aufgeh\u00f6rt hat: Nach einer k\u00e4mpferisch starken Leistung gab es wiederum einen verdienten 1:0-Heimerfolg.<\/p>\n<p>In der Tat bleiben die kampfstarken Gr\u00fcn-Wei\u00dfen weiterhin die \u00dcberraschungsmannschalt der laufenden Saison in der Oberliga.<\/p>\n<p>Elanvoll begannen die Hausherren die Partie. Auf gut bespielbarem Boden versuchte man mit weitr\u00e4umigen Spiel zum Erfolg zu kommen. Die G\u00e4ste, die in ihren Reihen noch bekannte Fu\u00dfballernamen haben, bewiesen, dass ihre letzten Erfolge nicht von ungef\u00e4hr gekommen sind. Nach einem Tief zum Saisonauftakt wollte der Tabellenachte beim Angstgegner zumindest einen Teilerfolg verbuchen, zumal das Hinspiel nach einer 2:0-F\u00fchrung noch in der letzten Minute mit 2:3 verloren wurde.<\/p>\n<p>Das Tor des Tages fiel bereits in der 13. Minute. Der erste Treffer im neuen Jahr d\u00fcrfte bestimmt &#8222;das Tor des Jahres&#8220; bleiben. Reimann flankte aus rechter Position auf Torj\u00e4ger Schr\u00f6ter, der einen\u00a0Fallr\u00fcckzieher von der Strafraumgrenze unter die Latte des Herforder Geh\u00e4uses setzte. Die Platzherren blieben weiter am Dr\u00fccker und bereits f\u00fcnf Minuten darauf vergab Kiwranoglou nach einem sch\u00f6nen Solo. In der 22. Minute scheiterte Andexer mit einem Kopfball an G\u00e4ste-Schlussmann Laduch.<\/p>\n<p>Gegen Ende der ersten Spielh\u00e4lfte kamen die G\u00e4ste besser zur Geltung. In der 34. Minute Gl\u00fcck f\u00fcr die 09er. &#8222;Laza&#8220; Kiwranoglou kl\u00e4rte per Kopf f\u00fcr den bereits geschlagenen Brock. Nach einem Konter kurz vor dem Pausenpfiff setzte Andexer einen Kopfball auf das Lattenkreuz.<\/p>\n<p>Nach der Pause versuchten die G\u00e4ste zum Ausgleich zu kommen. Man setzte auf Offensive. In der f\u00fcnfzigsten Minute meisterte Brock einen Schuss des besten Herforders. Eine Minute darauf hatten die Ostwestfaien Gl\u00fcck, dass der hervorragende Unparteiische Vordanz eine T\u00e4tlichkeit von Kapit\u00e4n Stremming nur mit einer Zeitstrafe ahndete. Auch mit zwei neuen St\u00fcrmern (Aufderheide und M\u00fcller) konnten die SCer das Blatt nicht mehr wenden. H\u00fcstens Abwehr war aufmerksam und brachte den knappen, aber verdienten Sieg, den Trainer Meinolf &#8222;Matz&#8220; Hahne im 09-Echo richtig vorausgetippt hatte, \u00fcber die Zeit.<\/p>\n<p><strong>SuS H\u00fcsten 09:<\/strong> Brock, Schulze (87. Mannweiler), Erlmann, Seiler, Hardes, Reimann, Harbecke, Andexer, Schr\u00f6ter, Kiwranoglou, Degner (69. Dickehut) &#8211; <strong>Tor:<\/strong> 1:0 Schr\u00f6ter (13.)<\/p>\n<p><em>Ein spektatul\u00e4rer Fallr\u00fcckzieher von Dirk Schr\u00f6ter in der zw\u00f6lften Minute entschied<\/em><br \/>\n<strong>Kein Fluss im Spiel des SuS\u00a0H\u00fcsten 09 &#8211; 1:0-Erfolg gegen Herford ohne Glanz<\/strong><\/p>\n<p><strong>SuS H\u00fcsten 09 &#8211; SC Herford 1:0 (1:0).<\/strong> Vom reinen Ergebnis her darf der SuS H\u00fcsten 09 mit dem R\u00fcckrundenauftakt zufrieden sein: Man schlug den SC Herford mit 1:0 und festigte damit seinen Platz im oberen Tabellendrittel. Leistung und Einstellung lie\u00dfen allerdings zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Die Mannschaft war weit von der Form des letzten Spiels gegen M\u00fcnster entfernt. Sie entt\u00e4uschte spielerisch und auch l\u00e4uferisch. Es war einfach kein Fluss in den Aktionen des SuS. Immer wieder stockte das Spiel nach vorne, wurden B\u00e4lle verdribbelt, gab es Fehlp\u00e4sse. Das Niveau war insgesamt schwach.<\/p>\n<p>Zufrieden war auch Trainer Winfried Nienaber nicht. Sein Kommentar zum Spiel: &#8222;Das Ergebnis stimmt, mehr aber nicht.&#8220;<\/p>\n<p>Die wenigen H\u00f6hepunkte der Partie sind schnell aufgez\u00e4hlt. Sicherlich z\u00e4hlt dazu das H\u00fcstener F\u00fchrungstor durch Dirk Schr\u00f6ter in der zw\u00f6lften Minute. Nach Flanke von Reimann erzielte der SuS-Mittelst\u00fcrmer mit einem spektakul\u00e4ren Fallr\u00fcckzieher sein zw\u00f6lftes Saisontor. F\u00fcr den Herforder Keeper gab es da nichts zu halten. Der Ball schlug knapp unter der Querlatte in seinen Kasten ein.<\/p>\n<p>In der 33. Minute eine Chance f\u00fcr Herford: Bei einem Kopfball von Wehmeier, dem geall .von ,Wehmeler, dem gef\u00e4hrlichsten Herforder Angreifer, kl\u00e4rt Lazarus Kiwranoglu auf der Linie. Vierzigste Minute: Hans-J\u00fcrgen Andexer trifft mit einem Kopfball die obere Kante der Querlatte. 51. Minute: SuS-Torwart Willi Brock muss sich lang machen, um einen Schuss von Wehmeier aus dem unteren Toreck zu fischen. 72. Minute: Reimann geht allein von der Mittellinie, l\u00e4sst zwei Herforder Abwehrspieler aussteigen, scheitert jedoch an Herford&#8217;s Keeper Laduch.<\/p>\n<p>Das war dann auch schon im Stadion Gro\u00dfe Wiese zu wenig, um die rund 800 Zuschauer (650 zahlende), zufriedenzustellen. Ein Sieg ohne jeden Glanz. Trainer Winfried Nienaber: &#8222;Die Pause hat uns geschadet. Wir wollten an die Leistung des letzten Spiels gegen M\u00fcnster ankn\u00fcpfen. Das ist uns nicht gelungen. Die Mannschaft hat l\u00e4uferisch und spielerisch nicht das gebracht, was sie kann.&#8220;<\/p>\n<p>Schwung und Dynamik fehlten. Kaum ein Akteur brachte seine volle Leistung. Auszunehmen sind vielleicht noch Martin Harbecke, Vorstopper Achim Hardes und Torwart Willi Brock. Dirk Schr\u00f6ter absolvierte wieder ein gro\u00dfes Laufpensum. war allerdings in vielen Situation zu eigensinnig, wollte mit dem Kopf durch die Wand und rannte sich wiederholt fest, ebenso wie Kapit\u00e4n Hans-J\u00fcrgen Andexer, der einen schwachen Tag hatte. Nur wenig zu sehen: Peter Schulze. Der SuS-Au\u00dfen wurde zu selten ins Spiel gebracht, bewegte sich aber auch zu wenig. Nicht den sichersten Eindruck machte Libero Klaus Seiler. Er schoss einige kapitale B\u00f6cke, die zum Gl\u00fcck f\u00fcr den SuS jedoch ohne Folgen blieben.<\/p>\n<p>Die tonangebende Mannschaft im Stadion Gro\u00dfe Wiese war der Gast aus Herford. Die Elf hatte nach dem 1:0 klare Vorteile im Mittelfeld, war allerdings im H\u00fcstener Strafraum meist mit dem Latein am Ende. Trainer Siekmann klagte nach dem Schlusspfiff: &#8222;Bis zum Strafraum lief es gut. Dann aber kam nichts mehr. Der Willle, das Spiel noch herumzurei\u00dfen, war da. Aber was bringt es, wenn vorne nichts l\u00e4uft. Wir m\u00fcssen unseren Blick nach dieser Niederlage jetzt nach unten richten.&#8220;<\/p>\n<p><strong>SuS H\u00fcsten 09:<\/strong> Brock, Schulze (87. Mannweiler), Erlmann, Seiler, Hardes, Reimann, Harbecke, Andexer, Schr\u00f6ter, Kiwranoglou, Degner (69. Dickehut) &#8211; <strong>Tor:<\/strong> 1:0 Schr\u00f6ter (13.)<\/p>\n<p><strong>Die Zukunft von H\u00fcsten 09 garantieren mehr Zuschauer auf den R\u00e4ngen<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Gerd Menke, Zahnarzt und auch finanziell engagierter Vorsitzender des Sauerland-Oberligisten H\u00fcsten 09, stellt sich, wenn auch unbewusst, im Widerspruch zu jenem Lied, dass traditionsbewusste 09er schon oft spontan angestimmt haben und das k\u00fcrzlich dem Nachwuchs von Jugendleiter Karl Kalle auf Abzugpapier und zum Erlernen in die Hand gedr\u00fcckt wurde: &#8222;Schwarz ist uns die Vergangenheit, so dunkel wie die Nacht. Doch Hell die Zukunft vor uns liegt, im hellen Sonnenlicht&#8230;&#8220;, lautet der Lied-Text.<\/p>\n<p>&#8222;Die derzeitige wirtschaftliche Lage zwingt immer mehr Sportvereine in die Knie&#8230;&#8220; und &#8222;&#8230;wollen wir nicht \u00fcber unsere Verh\u00e4ltnisse leben, dann m\u00fcssen wir alle den G\u00fcrtel enger schnallen, so schmerzlich dies auch f\u00fcr viele sein mag&#8220;, lie\u00df der 09-Chef im Vereinsblatt drucken.<\/p>\n<p>Widerspr\u00fcche! Denn: H\u00fcsten 09 hat sehr wohl eine gl\u00e4nzende Vergangenheit, die in den 30er Jahren den guten Ruf in Westfalen begr\u00fcndete und kickt nunmehr ein gutes Dutzend Jahre in der h\u00f6chsten westf\u00e4lischen Amateurklasse. Die Zukunft liegt dagegen keineswegs, wie im Liedtext, &#8222;im hellen Sonnenlicht&#8220;, wenngleich wirtschaftlich schw\u00e4chere Zeiten dem Sport noch nie geschadet haben und Brotsuppe auch gesund sein kann.<\/p>\n<p>Aber hinter den Menke-Gedanken steckt mehr: Der Wunsch nach mehr Gemeinsamkeiten, nach famili\u00e4rer Atmosph\u00e4re, nach Zusammenr\u00fccken, wenn es blitzt und donnert und sicherlich auch, ein gezieltes Ausbrechen aus dem Teufelskreis von Handgeldern und \u00fcberzogenen Pr\u00e4mien. Denn auch dies ist ein Menke-Zitat: &#8222;Selbstherrlichkeit und Egoismus bestimmen oft \u00fcber das Wohlergehen der Vereine&#8230;&#8220;, gesprochen in die Richtung der Sportgerichte und nicht hoffend, dass daraus ein Bumerang wird.<\/p>\n<p>Dem ist vorzubeugen, wobei die Basis immer die Leistung der Mannschaft ist. Menke: &#8222;Wo guter Fu\u00dfball geboten wird, kommen auch Zuschauer&#8220;. Dabei verlangt niemand von einer Fu\u00dfballmannschaft gute Leistungen in Serie; Leistungstiefs sind die nat\u00fcrlichste Sache von der Welt. Deshalb sollte H\u00fcsten 09, auch wenn der \u00c4rger manchmal gro\u00df ist, nicht am Leistungsniveau der Sauerl\u00e4nder Nachbarn in der Verbands- und der Landesliga gemessen werden.<\/p>\n<p>Das Oberliga-Team hat den vierten Tabellenplatz erreicht. Da sollte man meinen, auch die Kasse w\u00fcrde stimmen. Weit gefehlt: H\u00fcsten 09 hatte 8 .700 Zuschauer bei seinen neun Heimspielen, &#8222;was einem durchschnittlichen Besuch von 966 Besuchern entspricht. Gegen\u00fcber dem Vorjahr hat man sich zwar (von 890) um 76 Zuschauer verbessert, doch in einer guten Relation zum gestiegenen Leistungsniveau steht dieser vierte Platz in der Beliebtheitskala nicht.<\/p>\n<p>Jetzt, nahe der Jahreswende, sei H\u00fcsten 09 mehr Gl\u00fcck gew\u00fcnscht, damit auch die Zukunft wie die Vergangenheit im hellen Sonnenlicht strahle&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch das erste Spiel nach der Weihnachtspause konnte der SuS H\u00fcsten 09 in der Saison 1982|83 erfolgreich angehen, doch Vereinsvorsitzender Dr. Gerd Menke hatte trotzdem Sorgen. 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