Das sagen die Spieler zur 1:2-Heimniederlage gegen den FSV Werdohl.

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Thomas Köhler: „In Summe war es von der Leistung her einfach zu wenig, um für drei Punkte in Frage zu kommen. Wir kriegen wieder einmal durch einen zweifelhaften Elfmeter ein sehr frühes Gegentor und müssen einem Rückstand hinterherlaufen. In einem Spiel mit sehr wenig Torraumszenen auf beiden Seiten haben wir es einfach verpasst, entscheidend nach vorne zu spielen und Chancen zu gestalten. Am aller Ärgerlichsten ist einfach die Tatsache, dass wir uns durch zwei Platzverweise weiter unnötig schwächen. Dennoch ist es weiter sehr, sehr eng in der Tabelle und schon am Sonntag können wir wieder einen Schritt in die richtige Richtung unternehmen. Dann heißt es, im Derby die drei Punkte absolut zu erzwingen, egal wie! Genug Potential ist vorhanden, der Charakter der Truppe stimmt auch, uns fehlt einfach ein Erfolgserlebnis, denn dann werden wir auch die nötigen Punkte sammeln.“

Tobias Johnke: „Wir haben uns viel vorgenommen, aber durch einen – ich denke nicht nur aus meiner Sicht absolut unberechtigten – Elfmeter nach sieben Minuten wurde alles wieder über den Haufen geworfen. Gian-Marco De Luca legt sich den Ball zu weit vor, ich komme aus dem Tor heraus, wehre eindeutig den Ball ab und dann rauscht der Gegenspieler in mich hinein. Nach dem Spiel hatte ich den Schiedsrichter gefragt, wieso er auf Strafstoß entschieden hat und er sagte, dass ein Spieler von uns ein langes Bein gegen der Werdohler gemacht haben soll, sodass der dann zu Fall gekommen ist. Ich weiß nicht wer, ich weiß auch nicht wie, aber das habe ich dann einfach unkommentiert gelassen, da es nach Abpfiff ohnehin nichts gebracht hätte, darüber zu diskutieren. Durch diese entscheidende Situation wurden dann wie gesagt alle Pläne über den Haufen geworfen und wir mussten wieder einem Rückstand hinterherlaufen. In der Folgezeit hatte Werdohl an sich keine spielerischen Mittel gegen uns und kamen – wenn überhaupt – nur durch Unachtsamkeiten unsererseits zu ungefährlichen Torchancen. Für die zweite Spielhälfte hatten wir uns vorgenommen, uns wieder zurück ins Spiel zu arbeiten. Wir haben entsprechend Druck gemacht und versucht, den Ausgleich zu erzielen. Dadurch haben sich Räume ergeben, die Werdohl auszunutzen versuchte. Nach einem taktischen Foul kassierte Bayram dann die erste gelbe Karte. Nach einem unglücklichen Einsteigen an der Mittellinie folgte dann die zweite Karte und somit ging es zu zehnt weiter. Zu zehnt kassierten wir dann auch das 0:2, nachdem wir es nicht geschafft haben, den Gegenspieler außerhalb des Sechzehners zu stellen und er mit einem strammen Schuss in die lange Ecke traf. Das macht er auch nur ein Mal in zehn Jahren so. Die Gemüter erhitzten sich, sodass Dirk Mikolajczak dann in eine unnötige Szene verwickelt wurde und wohl die nächsten Wochen aufgrund der roten Karte fehlen wird. Nach dem Anschlusstreffer und dem damit verbundenen Platzverweis für Werdohl keimte noch einmal Hoffnung auf. Aber bis zum Schluss konnten wir den Ausgleich nicht mehr erzwingen. Man kann jetzt viel über die Entscheidungen der Schiedsrichter und über die eigene Leistung an diesem Tag hadern – nützt aber alles nichts. Es gilt jetzt, die Arschbacken zusammenzukneifen und die nächsten Wochen weiterhin hart zu arbeiten und Punkte zu erzwingen. Denn im Abstiegskampf bekommt man nichts geschenkt. Wir müssen als Mannschaft noch näher zusammenrücken und jeder einzelne von uns muss die volle Leistung, Engagement und Leidenschaft an den Tag legen, damit wir unten herauskommen. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass und dies gelingen wird.“