Der SV Hüsten 09 hat im Kampf um den Klassenerhalt noch längst nicht aufgesteckt. Obwohl das Gastspiel der Grün-Weißen gegen den FSV Werdohl zunächst denkbar ungünstig verlief und die Hüstener nach 51 Minuten mit 0:3 nahezu aussichtslos zurücklagen, kämpften sich die 09er in der Schlussphase zurück in die Partie und errangen noch ein 3:3. Georg Voß erzielte in der 79. Minute den 1:3-Anschlusstreffer, ehe Dirk Mikolajczak einen Elfmeter in der 87. Minute zum 2:3 verwandelte. In der Nachspielzeit scheiterte Dirk Mikolajczak dann per Strafstoß, doch Max Plett traf im Nachschuss zum 3:3-Endstand (90.+5).

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Vor dem Hüstener Auswärtsspiel machte Uwe Schulte, erster Vorsitzender des SV Hüsten 09, deutlich, welchen Stellenwert die Partie in Werdohl hatte. „Es ist das wichtigste Spiel der Saison“, so der 09-Vereinschef. Was die Grün-Weißen im Riesei-Stadion aber zunächst auf den Rasen brachten, war nicht besonders vielversprechend. Zwar hatte Georg Voß schon in der vierten Minute die Chance zur Führung, die FSV-Torwart Markus Grete entschärfte, doch insgesamt präsentierten sich die Gastgeber im ersten Durchgang aggressiver und zielstrebiger.

Schockstarre herrschte bei den 09ern dann nach etwas mehr als einer halben Stunde. Max Plett bekam in der 31. Minute den Ball im Strafraum an die Hand geschossen, woraufhin Lukas Kessler den Elfmeter zur 1:0-Führung des FSV Werdohl verwandelte (31.). Keine 180 Sekunden später erhöhte der FSV-Angreifer schon auf 2:0 und stellte den Pausenstand her (34.). Als dann noch Murat Kaya kurz nach dem Seitenwechsel mit einem Distanzschuss für 3:0 sorgte, schien die Partie endgültig entschieden.

Dann aber fiel in der 57. Minute am Riesei-Stadion das Flutlicht aus und Schiedsrichter Marcel Skorupa unterbrach die Partie für insgesamt 24 Minuten, ehe das Flutlicht wieder reibungslos funktionierte. Sportlich waren es nun aber plötzlich die Hüstener, bei denen das Licht nun brannte und auf den Anschlusstreffer drückten. Mit zunehmender Spieldauer schwanden im Lager der Gäste aber immer mehr die Hoffnungen darauf, doch noch etwas aus Werdohl mitzunehmen.

Bis zur 79. Minute, mit der gleichzeitig eine fulminante Schlussphase eingeleutet werden sollte. Georg Voß traf mit einer Direktabnahme zum 1:3. Acht Minuten später wurde 09-Torjäger gleich von zwei FSV-Kickern im Strafraum zu Fall gebracht, woraufhin Dirk Mikolajczak den Strafstoß zum 2:3 verwandelte (87.). Nun setzten die Grün-Weißen alles auf eine Karte und wurden in der fünften Minute der Nachspielzeit schließlich belohnt: Dirk Mikolajczak scheiterte mit einem Handelfmeter zwar, doch Max Plett versenkte das Leder im Nachschuss zum 3:3-Endstand (90.+5).

FSV: Grete – Bierkoch, Kaya, El Alami (65. Breitenbach), Sarris – Sander (63. Zejnullahu) – Maus, Akdeniz – Schröder – Mura, Kessler (75. Benli) – SV 09: Johnke – Mikolajczak, Winkler, Menke, Cannata – Werner (71. Fischer), Held (59. Gebhardt) – Schultealbert (46. Melki), Plett, Völker – Voß – Tore: 1:0 Kessler (31./HE), 2:0 Kessler (34.), 3:0 Kaya (51.), 3:1 Voß (79.), 3:2 Mikolajczak (87./FE), 3:3 Plett (90.+5) – Gelb: Werner (30.), Kessler (37.), Sander (38.), Akdeniz (41.), Cannata (75.), Melki (78.), Kaya (81.), Bierkoch (90.+2), Zejnullahu (90.+5) – Bes. Vorkommnis: Mikolajczak verschießt Handelfmeter (90.+5)