Der SV Hüsten 09 hat auch sein zweites Pflichtspiel nach der Winterpause erfolgreich gestaltet und in der „Bundesliga des Sauerlandes“ für mindestens zwei Nächte den zweiten Tabellenplatz erobert. Das Flutlichtspiel gegen TuRa Freienohl gewannen die Grün-Weißen dank des glänzend aufgelegten Winterzugangs Reshit Kastrati, der an allen 09-Toren direkt beteiligt war, mit 4:2 (1:0).

Dieser Artikel wird präsentiert von:

Bonuspunkte wollte TuRa Freienohl in Hüsten sammeln und zugleich eine Antwort auf die herbe 1:5-Packung gegen den SV Oberschledorn/Grafschaft geben. Das Bemühen war den Gästen dabei zu keiner Zeit abzusprechen – im Gegenteil: Mit etwas mehr Glück hätten die Rot-Weißen auch in Führung gehen können. Jedenfalls gehörte Luis Ehm die erste dicke Gelegenheit der Partie, doch sein Gewaltschuss nach einem ruhenden Ball klatschte an den Außenposten (14.). Statt 0:1 stand es so wenig später 1:0, denn Hüsten nutzte dagegen seine erste Möglichkeit und bejubelte nach einer Flanke von Reshit Kastriti das Kopfballtor von Vincenzo Perri (19.).

Die Führung gab den Hausherren, bei denen der angeschlagene Denis Rodrigues Gomes für den verletzten Paul Feldmann schon früh in die Partie kam, allerdings keinen großen Auftrieb. Stattdessen plätscherte das Geschehen vor 120 Zuschauern weitestgehend dahin. Christopher Graf hatte fast schon aus dem Nichts die Chance zum Ausgleich, doch 09-Schlussmann Tarik Toptas parierte stark, sodass Lucas Arenz das Leder noch von der Linie kratzen konnte (34.). Auf der anderen Seite hätte Til Huber in der 40. Minute zwingend für das 2:0 sorgen müssen, brachte seinen Schuss aus bester Position aber nicht am hervorragend reagierenden Felix Stratenschulte vorbei.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie dann auch erst in der letzten halben Stunde mehr Fahrt auf. Der Ex-Hüstener Dirk Stoltefaut vergab unmittelbar nach Wiederanpfiff die einzig gute Gelegenheit der ersten 15 Minuten (46.), in denen es TuRa schwer fiel, Druck aufzubauen. Stattdessen schien Reshit Kastrati nach etwas mehr als einer Stunde die Vorentscheidung herbeizuführen. Erst grätschte Freienohls Jan Pieper eine Hereingabe des Hüstener Winterzugangs unglücklich über die eigene Linie (62.), dann erzielte der Mittelfeldspieler sein erstes Tor im 09-Dress und markierte 180 Sekunden später das 3:0 (65.).

Alles sah nun nach einem souveränen Erfolg des SV Hüsten 09 aus, der in der Schlussphase aber doch noch einmal um den Dreier zittern musste. Nur wenige Augenblicke nach dem Anschlusstreffer von Dirk Stoltefaut (83.) jagte Patrick Nölke das Leder erneut in die Maschen und ließ Freienohl doch noch von einem Punktgewinn träumen (84.). Die Schlussoffensive der Rot-Weißen überstanden die 09er aber letztlich schadlos und machten in der Nachspielzeit den Sack zu, als sich Reshit Kastrati mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend endgültig zum Matchwinner aufschwang (90.+4).

„Der Sieg ist unter dem Strich verdient. Im Vergleich zum Spiel gegen Fatih Türkgücü Meschede haben die Jungs eine deutliche Steigerung gezeigt und vor allem im spielerischen Bereich überzeugt. Aber auch taktisch waren wir gut organisiert und haben die Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, sowohl mit als auch gegen den Ball gut umgesetzt. Nach dem 3:0 haben wir es jedoch unnötig spannend gemacht und zwei völlig vermeidbare Tore kassiert, bei denen wir teilweise grob fahrlässig verteidigt haben. Trotzdem haben die Jungs den Sieg über die Zeit gebracht und den unbedingten Siegeswillen an den Tag gelegt, was von außen wirklich sehr gut zu sehen war“, sagte 09-Trainer Ufuk Üzel.