Die Revanche ist geglückt: Der SC Neheim hat am Sonntag, den 05. Oktober, das prestigeträchtige Duell beim SV Hüsten 09 mit 2:1 (1:0) für sich entschieden. 1.000 Zuschauer verfolgten „die Mutter aller HSK-Derbys“, in der die Neheimer schon nach sechs Minuten durch ein sehenswertes Tor von Akhim Seber mit 1:0 in Führung gingen. Mark Winkler glich nach 68 Minuten allerdings für die Hüstener aus, doch Akhim Seber machte mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag in der 82. Minute den SC-Sieg im Stadion Große Wiese perfekt.

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Die Partie war vor der vollen Tribüne im Stadion Große Wiese kaum angepfiffen, da jubelte der SC Neheim schon. Gleich mit der ersten Aktion im Spiel gingen die Rot-Weißen in Führung. Einen Eckball von Okan Güvercin konnten die Hüstener nicht in letzter Konsequenz klären, sodass Philip Middel aus 23 Metern abzog und die Kugel per Direktabnahme ans Lattenkreuz setzte. Von da prallte der Ball zu Akhim Seber zurück, der das Leder per Direktabnahme im langen Eck unterbrachte und für den ersten ohrenbetäubenden Jubel unter den 1.000 Zuschauern sorgte.

Insgesamt bekamen die Fans auf den Rängen aber eher zähe Fußballkost zu sehen. Schiedsrichter Christian Reffelmann aus Sönnern unterbrach die Partie häufig, sodass kaum ein Spielfluss zustande kam. Neheim bestimmte die Partie aber dennoch, während dHüsten gerade im ersten Durchgang kaum einmal in den Vorwärtsgang kam. Die einzige Möglichkeit der 09er im ersten Spielabschnitt vergab Philipp Völker, dessen Schuss nach 34 Minuten knapp das Tor verfehlte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Grün-Weißen aber schon einmal Glück gehabt, denn Okan Güvercin hatte nur 120 Sekunden zuvor nach einem Freistoß aus dem Halbfeld die Latte getroffen (32.).

Neheim hätte vor der Pause auch auf 2:0 erhöhen können, doch Sylvio Meyer ließ auch die nächste nennenswerte Gelegenheit der Gäste ungenutzt. In der 36. Minute war Hüsten’s Schlussmann Sascha Zelder nach einem Freistoß unsicher und ließ die Kugel fallen, doch der Neheimer Mittelfeldmann zielte im Fallen über das verweiste SC-Gehäuse. So blieb es zur Pause bei der knappen Neheimer Führung.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs nahm Hüsten’s Trainer Torsten Garbe zwei taktische Wechsel vor und ersetzte Bayram Özbek und Sebastian Held durch Ruben Occhiuzzo und Marc Werner. Beide Wechsel zeigten ihre Wirkung, denn fortan nahmen die Grün-Weíßen mehr am Spiel teil und übernehmen von Minute zu Minute sogar mehr und mehr das Kommando. Thomas Köhler köpfte in der fünfzigsten Minute aber zunächst über das Tor von SC-Keeper Sebastian Beutler.

Vom SC Neheim war derweil nicht mehr viel zu sehen. Die Mannschaft von Trainer Alex Bruchhage hatte Schwierigkeiten, im zweiten Durchgang den Weg in die Offensive zu finden. Gerade Ruben Occhiuzzo und Marc Werner verdienten sich im defensiven Mittelfeld der Hüstener Bestnoten und erstickten die SC-Vorstöße immer wieder im Keim. So gewann die Hüstener Hoffnung auf den Ausgleich immer mehr an Nahrung und wurde schließlich erfüllt – nach 68 Minuten traf Mark Winkler mit einem Volleyschuss zum umjubelten 1:1. Neheim’s Torhüter Sebastian Beutler machte dabei allerdings nicht die beste Figur.

In der Folge wollte der SV Hüsten 09 sogar noch mehr, doch es fehlte die nötige Struktur im Angriffsspiel. Stattdessen ließ Akhim Seber, der einen Sahnetag erwischt hatte, die grün-weißen Anfeuerungsschreie wie aus dem Nichts verpuffen. Chedli Melki verlor in der 82. Minute den Ball im Aufbauspiel, die Gäste schalteten schnell um und Akhim Seber traf nach Zuspiel von Sedat Sener zum 2:1-Siegtreffer ins kurze Eck. Anschließend warf Hüsten noch einmal alles in die Waagschale, doch am Ende hatte nur noch der Sportclub Chancen, um nach Kontern gar für die endgültige Entscheidung zu sorgen.

SV 09: Zelder – Mikolajczak, Winkler, Köhler, Cannata – Özbek (46. Occhiuzzo), Held (46. Werner) – Schultealbert (78. Kryeziu), Melki, Völker – Voß – SC: Beutler – Xhaka, Wagner, Greis (56. Sener), Güvercin – Meyer, Busch, Middel – Seber, Bilinski (74. Rademacher), Franz (85. Guntermann) – Tore: 0:1 Seber (6.), 1:1 Winkler (68.), 1:2 Seber (82.) – Gelb: Özbek (14.), Cannata (38.), Mikolajczak (66.), Voß (78.), Werner (86.), Middel (90.+1)